Baustand Juni 2021

Seit 10 Tagen (Ankunft am 12.06.2021) bin ich nun wieder in Deutschland und möchte durch ein paar Informationen und Fotos

die Situation auf unserer Baustelle in Chala beschreiben.

 

Vocational training center Chala Tanzania

Schon der erste Eindruck bei meinem Eintreffen hat mich begeistert.

Verputzt und mit den Fenstern und Türen sieht die Schule bereits nahezu fertig aus.

Alle 122 Aluminiumfenster sind eingebaut.  Holzfenster waren wegen der Termiten kein Thema .

Die Schiebefenster besitzen ein separates Schiebeteil mit Moskitogitter und können zu Lüftungszwecken auch dauernd geöffnet bleiben.

Eine weitere großartige Leistung unserer Mitarbeiter war das Verlegen der Wasserleitung vom Hochplateau bis zur Schule.

Die Leitung mit einer Länge von 1300m wurde ca.50cm tief eingegraben und verläuft bis zum 2 ten Stausee.

Dabei waren ca. 300 Höhenmeter zu überwinden.

Auf dem Berg wurde auch die Brunnenstube (Wasserübergabepunkt vom See zur Leitung) mit einem Doppel- Filter betoniert.

Das bedeutet: Das ganze Material wurde auf der Schulter bzw. auf dem Kopf nach oben transportiert.

Ich selber bin glücklich wenn ich ohne Ballast hoch und wieder hinunterkomme.

Hier noch der Wassertank oberhalb der Schule. Von hier fließt das Wasser zu den einzelnen Gebäuden.

Der Überlauf wird zur Bewässerung der Gärten vor den Schulkomplex geleitet.

  

Die Mensa ist bis auf den Bodenanstrich nun vollständig fertig und erstrahlt in allen Farben.

  

Glücklich sind wir auch mit den Cottoböden in den Schlaf- und Unterrichtsräumen,

nachdem diese mit lokalem Sonnenblumenöl versiegelt sind und eine Sockelleiste angebracht ist.

Es gab viel Skepsis ob dieser Fußbodenaufbau bestehend aus einem Lehmuntergrund,

Sandbett und schwimmend verlegten Ziegelplatten auch wirklich funktioniert.

Die Ziegel wurden vor Ort hergestellt, verlegt, mit Zementmörtel ausgefugt und dann mit dem Bodenschleifer plan geschliffen.

Der große Vorteil dieser Böden: Fußwarm, keine Risse und sieht jetzt aus wie ein Römischer Cotto.

Eine kleine Herausforderung war dann auch das Herstellen der Schiebetore für die beiden Workshops.

Aber auch dies gelang uns zu guter letzt.

Die Tore werden jetzt noch mit Bretter beplankt und dann sind auch die beiden Werkstattgebäude fertig

und können dann vorläufig statt der Mensa als Lager für die Baumaterialien genutzt werden.

 

Die nächste Baustelle: Der Baustellen- Zaun zwischen Bauabschnitt 1auf dem im Januar der Schulbetrieb beginnt

und dem Bauabschnitt 2 konnte auch begonnen werden.

Dieses Jahr kommen noch mehrere große Investitionen auf uns zu.

Wir brauchen die Betten usw. für die Schlafräume, Kücheneinrichtung ,Tische und Bänke für die Mensa.

Raumbeleuchtungen und eine Thermische Solaranlage für die Warmwasserversorgung.

Dann müssen wir noch ca. 2 Paletten mit Technischer Ausrüstung nach Chala senden.

Die komplette Außenanlage des Schulgeländes muß noch angelegt werden.

Die Sanitäranlagen ( Waschbecken / Toiletten usw…) kaufen wir in Dar es Salaam ein und müssen auch noch montiert werden.

Ursprünglich war die Idee, die Sanitärprodukte und Armaturen in Deutschland zu besorgen und nach Tansania zu senden.

Die Transportkosten sind jedoch unverhältnismäßig hoch und damit wird es unwirtschaftlich.

Dies ist nur eine grobe Aufzählung der noch anfallenden Ausgaben, welche mir spontan einfallen.

 

Wie ging doch gleich der SpruchEs gibt noch viel zu tun packen, wir es an!

 

Oder in SuaheliHapa kazi tu

Liebe Grüße Roland und sein Team.