Aktueller Infobrief Mai 2020

Liebe Mitglieder und Freunde von Elimu4Afrika e.V.

 

Die aktuelle Situation durch Corona fordert von uns in Europa viele Einschränkungen und Opfer.

Viele von uns sind durch die ständigen Hiobsbotschaften verunsichert, überfordert und frustriert.

Die Pandemie ist auch in Tansania angekommen. Auch dort gibt es Ausgangsbeschränkungen, sind die Schulen geschlossen und leidet  die Wirtschaft. Die Angst vor der Zukunft macht sich breit. In Afrika wird sich diese Krise wirtschaftlich weitaus stärker als in der westlichen Welt auswirken.

Auszug aus einer Korrespondenz mit Edmond, einem Freund aus Dar es Salaam:

Hallo Roland, schön von dir zu hören, mir geht es hier in Dar gut und die blöde Corona bringt uns viele Probleme, die wir noch nie gesehen haben. Es sterben Menschen jeden Tag, wir müssen mit den Ausgangsbeschränkungen leben.

Durch die ländliche Lage von Chala sind die Menschen dort sicherer als in den großen Städten es  greifen aber auch dort die staatlichen Auflagen.

Unsere Planungen bezüglich Baufortschritt haben sich verzögert bzw.die Planung komplett auf den Kopf gestellt.

Die Tätigkeiten auf unserer Baustelle in Chala wurden bedingt durch die öffentlichen Anordnungen vor ca.  3 Monaten eingestellt. Nun können und wollen wir die Arbeiten mit Einschränkungen wieder aufnehmen.

Bisher waren bis zu 50 Menschen gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Dies geht jetzt nicht mehr. Wir haben mit Father Anselm nun vereinbart, dass jetzt nur noch mit maximal 10 Arbeitern gleichzeitig auf der Baustelle sind. So können wir unsere Arbeiten- wenn auch langsamer- dennoch weiterführen.

Durch die allgemeine Verunsicherung ist auch das Spendenaufkommen leider stark zurückgegangen.  Wir werden nun die Arbeiten in kleineren Schritten weiterführen müssen. Trotzdem wird es weitergehen.

Die mit mit Father Anselm abgestimmten nächsten Schritte beinhalten die Fertigstellung der beiden Werkstattgebäude und der Mensa fertiggestellt. Im Anschluss wird das Torhaus gebaut, dann der Wasserturm und ein Toilettenhaus.

Ursprünglich war geplant, dass Gerard Arnold , Konrad Minzer und ich nach Ostern in Chala  an der Wasserinstallation weiterarbeiten . Die weitere Entwicklung ist abzuwarten. Solange eine Quarantänezeit nach der Einreise festgelegt ist, macht ein Projektbesuch keinen Sinn.

Die Digitalisierung der Baupläne durch unser Mitglied Harald Kirsch erleichtert jedoch die Bauleitung und den Ideenaustausch mit Chala wesentlich.

Bewahren wir: was durch die momentane Situation jetzt stark gefährdet ist :  die Menschlichkeit

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.  ( Albert Schweizer)

 

Liebe Grüße

Euer Roland Ketterer